» Ohne Eigenkapital wird eine Baufinanzierung teurer
Die eigene Immobilie tritt immer mehr in den Vordergrund wenn es
darum geht, ergänzend fürs Alter vorzusorgen. Denn wer in jungen
Jahren eine Immobilie erwirbt, kann davon ausgehen, dass diese bei
Eintritt in den Ruhestand größtenteils abgezahlt ist. Gerade in
Zeiten, wo die Bauzinsen recht niedrig sind, lohnt sich der Erwerb
eines Eigenheimes.
Aber natürlich kann sich nicht jeder das Haus leisten, was er
sich gerne wünscht. Zwar lassen die niedrigen Hypothekenzinsen ein
wenig mehr Spielraum zu, dennoch müssen die Verträge für die
Baufinanzierung so abgeschlossen werden, dass der Erwerber auch in
der Lage ist, die monatlichen Raten zu zahlen. Dabei muss auch
Berücksichtigung finden, dass die Verpflichtungen auch dann
eingehalten werden können, wenn z. B. aufgrund von Arbeitslosigkeit
oder der Erziehung eines Kindes für eine gewisse Zeit ein Gehalt
wegfällt. Von daher ist der günstigste Baukredit immer noch das
Eigenkapital. Die meisten Kreditinstitute erwarten von einem
Immobilienerwerber auch, dass dieser mindestens 10 % der zu
finanzierenden Summe als Eigenkapital aufbringt. Ist das nicht
möglich, wird der Immobilienkredit teurer. Denn aufgrund des hohen
Ausfallrisikos bei einer Vollfinanzierung gibt es für den
Immobilienkredit einen Zinsaufschlag, der bis zu einem halben
Prozent liegen kann. Zudem wird meist der Abschluss einer
Risikolebensversicherung erwartet.
Damit sich der Erwerber einer Immobilie einen ersten Überblick
über die monatliche Belastung machen kann, bietet ihm ein
Baufinanzierungsrechner eine gute Möglichkeit. Hier werden ihm nach
Eingabe des Kaufpreises die Kaufnebenkosten ausgerechnet; zudem hat
er die Gelegenheit, anhand des Rechners einige Rechenmodelle selbst
durchzuspielen und so einen gewissen Einfluss auf die Zinsberechnung
zu nehmen.
Die Entscheidung, welche Art von Hypothek man dann wählt, sollte
dann in einem persönlichen Gespräch mit dem Finanzierungsberater
erfolgen. Auf alle Fälle sollten auch staatliche Förderprogramme in
die nähere Wahl genommen werden. So bietet z.B. die Kreditanstalt
für Wiederaufbau Immobilienbesitzern, die ihr Objekt selbst nutzen,
zinsgünstige Darlehen an. Sie können bis zu 30 % der
Finanzierungssumme beantragen und haben den Vorteil, dass sie für
mindestens ein Jahr von der Tilgungszahlung befreit sind.
Da eine Immobilienfinanzierung meist über 25 bis 30 Jahre hin
ausgelegt ist, die Banken aber maximal 10 Jahre den Zinssatz für die
abgeschlossenen
Hypotheken garantieren, muss jeder Kreditnehmer die
Zinsentwicklung im Auge behalten. Sind die Zinsen kurz vor Ablauf
der Zinsbindungsfrist niedrig, besteht die Möglichkeit, diese
günstigen Zinsen durch ein Forward-Darlehen für die
Anschlussfinanzierung abzusichern.
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